Der Jahreskreis Die Mondfeste  Samhain Alban Arthan Imbolc
Alban Eiler Beltane Alban Heruin Lughnasadh Alban Elued

Der Keltische Jahreskreis

Im Verständnis der keltischen Kulturen ist mit Keltischer Jahreskreis der Lauf des Jahres gemeint. Gekennzeichnet wird er heute durch vier Fixpunkte, die beiden großen Geisterfeste Samhain und Beltane und durch das Frühlingsfest Imbolc und das Herbstfest Lughnasadh. Diese vier Feste sind auch die einzigen, die als historische Feste der Kelten überliefert sind! Sie bilden das vierspeichige Rad. Wenn man weitere Diagonalen zieht, ergibt sich ein achtspeichiges Rad mit den acht heutigen Jahreskreisfesten. Diese weiteren vier Feste sind die beiden Sonnwenden und die Tagundnachtgleichen. Die Sonnenfeste, im keltischen Jahreskreis "nur" Nebenfeste, sind die Hauptfeste der germanischen Religion. Die Bezeichnung mit "Alban "("Sonne") bei den Sonnenfesten stammt aus der keltischen Renaissance im Wales des 17./18. Jahrhunderts.

Die Kelten lebten mehr im Einklang mit der Natur als wir heute und waren von dem Bewusstsein durchdrungen, dass die Natur als Etwas von Gott Erschaffenes so wie alles Lebende den "göttlichen Funken" in sich birgt. Der keltische Jahreskreis ist ein Mittel zum Studium dieser Natur. Und weil sich viele von uns nach einer stärkeren Bindung mit der Natur sehnen und gleichzeitig auch nach spirituellem Tiefgang verlangen, ist der keltische Jahreskreis heute wieder so interessant.

Sonnen und Mondfeste

Da es zwischen den kontinentalen und insularen Kelten kein völlig einheitliches Verständnis darüber gab, wurden in den unterschiedlichen Regionen nicht alle Feste gefeiert. bzw. existieren Abweichungen bei den Daten. Strittig ist allerdings, ob die Mond und die Sonnenfeste in Ihrem Lauf den Lauf des Lebens widerspiegeln (sollen?). Wenn sich der Lebenslauf widerspiegelt, treffen die unten gemachten Zeitangaben zu. Ansonsten wird jedes Mondfest - außer Samhain - an einem Vollmond gefeiert. Mancherorts werden die Mondfeste auch wegen ihres Bezuges zur Erde und den Jahreszeiten als Erdfeste bezeichnet.

Zeitpunkte

Die Zeitpunkte der Mondfeste hängen überwiegend vom Mondjahr und darin von den jeweiligen Vollmonden ab. Da diese nicht mit unserem Kalenderjahr identisch sind, variieren sie um einige Tage von Jahr zu Jahr. Im Altertum wurden Kalender wie der aus Bronze und in Fragmenten in Frankreich gefundene Colignykalender benutzt, bei denen wichtige Festtage (wie Samhain) markiert waren. Unglücklicherweise sind nicht alle Festtage dort verzeichnet.
Die Zeitpunkte der Sonnenfeste sind hingegen so regelmäßig und eindeutig, das hierfür relativ einfache Einrichtungen wie Peilsteine genügen oder auch sie nutzende Monumentalbauten wie Stonehenge oder Newgrange erbaut wurden.

Von Gruppen und Personen, welche diese Feste heutzutage feiern, werden die Mondfeste oft auch so berechnet, dass als "Anhaltepunkt" der erste Neumond genommen wird, welcher nach dieser Rechenmethode in die Zeit von 20. Dezember bis 18. Januar fällt.

In einer vereinfachten Berechnungsmethode wird der 1. Vollmond nach der Wintersonnenwende (um den 21. Dezember aber nicht fix) angesetzt. Der erste Vollmond danach ist der 1., deshalb können sich die Termine der Mondfeste erheblich verschieben!

Die Mondphasen

Für die Berechnung der Mondfeste brauchen wir die Mondphasen. Aber auch für viele Dinge der Magie und der Natur sind die Kenntnisse der Mondstellungen unerläßlich.

Schon seit Jahrhunderten finden bestimmte Mondperioden (zu- und abnehmend, auf- und absteigend) bei den land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten in und mit der Natur Beachtung. Nach alter Überlieferung sollte man bestimmte Arbeiten stets zum richtigen Zeitpunkt erledigen, da es je nach Anwendung sowohl „günstige“ wie auch „ungünstige“ Zeitpunkte gibt.

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Der Mondkalender

Folgende Mondperioden sind – je nach Volksglauben oder Astrologischer Schule – für das Pflanzenwachstum relevant:

1. Phasen der Zu- und Abnahme des Mondes (die eigentlichen Mondphasen, der synodische Mondrhythmus)
2. Unterschiedliche Erdentfernung des Mondes zur Erde (der anomalistische Mondrhythmus)
3. Auf- und absteigender Mond am Himmel (der tropische Mondrhythmus)
4. Mondstände in den Tierkreiszeichen (der siderische Mondrhythmus)

 

So soll das Ernten und Einlagern von Getreide generell bei abnehmendem Mond geschehen. Das Getreide sei dann haltbarer und nicht so anfällig für Käfer- und Schimmelbefall. Die Aussaat von Halmfrüchten (Getreide) solle dagegen generell bei zunehmendem Mond erfolgen, und zwar bevorzugt dann, wenn der Mond in einem Feuerzeichen (Fruchtzeichen) stehe. Dies ermögliche rasches und sicheres Auflaufen, schnellen Bodenschluss und dadurch verringerte Erosionsanfälligkeit. (Andere Quellen verweisen in diesem Zusammenhang auf den auf- bzw. absteigenden Mond.)
Holz, dass die ersten 8 Tage nach dem Dezember-Neumond im Tierkreiszeichen Wassermann (Sternbild) geschlagen wird, verzieht sich als Bauholz nicht.

Neben dem landwirtschaftlichen Gebrauch werden astrologisch orientierte Mondkalender in einem weiten Spektrum verwendet, das sich von der Anwendung auf Körperhygiene bis zum Ausrichten von Feiern oder Ritualen verschiedener Gemeinschaften erstreckt.

 

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